San Francisco Silent Film - Filmfestival 2013

Reihe: Retrospektive

Blackmail

Directed by:   Alfred Hitchcock, Great Britain - 1929
Production: British International Pictures Ltd, London - Producer: John Maxwell - Director: Alfred Hitchcock - Scenario: Charles Bennett - Ben W. Levy - Alfred Hitchcock - Based on : Charles Bennett play - Director of Photography: Jack E. Cox - Composer: Hubert Bath - Henry Stafford - Editor: Emile de Ruelle - Art Director: C. Wilfred Arnold - Norman Arnold - Cast: Donald Calthrop Tracy - Charles Paton Mr. White - John Longden Frank Webber - Sara Allgood Mrs. White - Anny Ondra Alice White - Phyllis Monkman - Harvey Braban - Hannah Jones - Cyril Ritchard Artist -

Champagne

Directed by:   Alfred Hitchcock, Great Britain - 1928
Production: British International Pictures Ltd, London - Producer: John Maxwell - Director: Alfred Hitchcock - Assistant Director: Frank Mills - Scenario: Alfred Hitchcock - Eliot Stannard - Based on : Walter C. Myford novel - Director of Photography: Jack E. Cox - Art Director: C. Wilfred Arnold (AKA Wilf Arnold) - Set Decoration: Michael Powell (/xx/) - Stand Photos: Michael Powell - Cast: Fanny Wright (/xx/) - Sunday Wilshin (/xx/) - Gwen Mannering (/xx/) - Phyllis Konstam (/xx/) - Hannah Jones Club Servant (/xx/) - Claude Hulbert Club Guest (/xx/) - Clifford Heatherley The Manager (/xx/) - Betty Balfour The Girl - Ivan Petrovich - Ferdinand von Alten The Man (AKA Theo von Alten) - Gordon Harker The Father - Jack Trevor The Officer (/xx/) - Marcel Vibert Maître d'Hôtel (/xx/) - Jean Bradin The Boy - Alexander D'Arcy (/xx/) - Vivian Gibson (/xx/) - Britte Applegreen -
Remarks and general Information: Ferdinand von Alten unter seinem "englischen" Namen "Theo von Alten"

Downhill

(When Boys leave home), Directed by:   Alfred Hitchcock, Great Britain - 1927
Producer: Michael Balcon - Director: Alfred Hitchcock - Scenario: Eliot Stannard - Based on : Ivor Novello play - Constance Collier play (AKA David Lestrange) - Director of Photography: Claude L. McDonnell - Editor: Ivor Montagu - Cast: Barbara Gott - Annette Benson - Ian Hunter - Jerrold Robertshaw - Norman McKinnell - Hannah Jones - Isabel Jeans - Violet Farebrother - Lillian Braithwaite - Sybil Rhoda - Robin Irvine - Ben Webster - Ivor Novello - Alf Goddard -
Synopsis in German: Roddy Berwick und sein College-Freund Tim Wakely schließen einen Treuepakt. Als sein Freund einen Diebstahl begeht, nimmt Roddy, der damit nichts zu tun hat, die Schuld auf sich. Mit schweren Folgen für ihn: er wird der Schule verwiesen, sein Vater, der wegen des Vorfalls völlig außer sich ist, verstößt seinen Sohn, auch seine Freunde wollen nichts mehr von ihm wissen. Daraufhin verlässt Roddy sein Elternhaus und geht nach Frankreich. In Paris beginnt er, am Theater als Tänzer zu arbeiten. Das Blatt scheint sich zu wenden, als Roddy Geld erbt und die Hauptdarstellerin des Theaterstücks heiratet. Doch das Glück ist leider nur von kurzer Dauer, seine Frau hat eine heimliche Affäre mit dem Hauptdarsteller und verlässt Roddy, als sein Erbe zur Neige geht. Er beginnt zu trinken und endet schließlich im Hafenviertel von Marseille. Einige Seeleute haben Mitleid mit ihm und schicken ihn zurück nach England. Er kehrt zurück zu seinen Eltern, die ihn mit offenen Armen empfangen, denn inzwischen haben sie erfahren, dass Roddy unschuldig ist... (Concorde Presse)
Remarks and general Information: Der Film, der in den USA unter dem Titel "When Boys Leave Home" lief, führt Hitchcock ein Thema ein, das auch in seinen späteren Werken immer wieder auftaucht: die von zwei Freunden geteilte Schuld, die für einen von den beiden tragische Folgen mit sich bringt. (Concorde Presse)

Easy Virtue

Directed by:   Alfred Hitchcock, Great Britain - 1927
Production: Gainsborough Pictures - Producer: Michael Balcon - Director: Alfred Hitchcock - Assistant Director: Alma Reville - Scenario: Eliot Stannard - Based on : Noel Coward play - Director of Photography: Claude L. McDonnell - Editor: Ivor Montagu - Cast: Bransby Williams - Isabel Jeans - Enid Stamp-Taylor - Dorothy Boyd - Dacia Deane - Frank Elliott - Violet Farebrother - Robin Irvine - Franklyn Dyall - Ian Hunter -

Faust

Directed by:   Friedrich Wilhelm Murnau, Germany - 1926
Production: Universum-Film AG (UFA), Berlin - Producer: Erich Pommer - Director: Friedrich Wilhelm Murnau - Scenario: Hans Kyser - Gerhart Hauptmann Zwischentitel - entfernt - Based on : Ludwig Berger Manuskript - Story: Christopher Marlowe - Johann Wolfgang Goethe - Director of Photography: Carl Hoffmann - Art Director: Robert Herlth - Walter Röhrig - Cast: Hanna Ralph Herzogin von Parma - Frida Richard Mutter - Eric Barclay Herzog von Parma - Lothar Müthel Mönch - Emil Jannings Mephisto - Camilla Horn Gretchen - Yvette Guilbert Martha - Werner Fuetterer Erzengel - Wilhelm Dieterle Valentin - Gösta Ekman Faust -
Synopsis in German: Murnaus `Faust' weist enge Parallelen zu Goethes Bühnentragödie "Faust" auf. Um deutlich zu machen, daß der Film jedoch nur Elemente des Goethschen Stücks enthält und zusätzlich auf noch ältere literarische Quellen zurückgreift, trägt der expressionistische Stummfilm jedoch zusätzlich den Untertitel "Eine deutsche Volkssage" . Murnau siedelt den metaphysichen Kampf zwischen Gut und Böse an der Zeitwende des Mittelalters an. Um der wütenden Pest Herr zu werden, vor der der christliche Glaube versagt zu haben scheint, wendet sich Faust der Zauberei und den Dämonen zu, zunächst nur für einen Probetag lang. Die Pest verschwindet. Dann aber kann er der Versuchung nicht widerstehen, durch einen Pakt mit Mephisto Jugend und Macht zu erlangen. Nach einigen Auschweifungen und Abenteuern mit Mephisto, die ihn aber bald zu langweilen beginnen, lernt Faust das tugendhafte Gretchen beim Kirchgang kennen und verführt sie. Der Probetag ist abgelaufen, Faust auf Gedeih und Verderb dem Teufel verpflichtet. Der heimgekehrte Bruder Gretchens, Valentin; ertappt Faust und Gretchen in flagranti, es kommt zu einem Handgemenge zwischen den beiden, in dessen Verlauf Faust durch das Zutun Mephistos Valentin tötet. Gretchens Mutter stirbt darufhin an einem Schock. Gretchen nun ohne Familie, entehrt, ausgestoßen und schwanger, gebiert ihr Kind schließlich allein und irrt durch eine bitterkalte Schneelandschaft. Infolge einer Traumphantasie, in der sie ihr Kind in eine warme, weiche Wiege legt, läßt sie in Wahrheit den Säugling im kalten Schnee erfrieren. Als vermeintliche Kindsmörderin wird sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Faust bekennt sich in letzter Minute doch noch zu seinem Gretchen und erlöst sich von dem Pakt mit dem Teufel, in der er mit ihr auf dem Scheiterhaufen stirbt. (./. nach Uni-Giessen)
Remarks and general Information: Ursprünglich war Lilian Gish für die Rolle des Gretchens vorgesehen;
"Bei der ersten Berliner Aufführung (26,8.1926) lief eine Fassung mit gereimten Zwischentiteln von Gerhart Hauptmann, die in der endgültigen Verleihfassung ersetzt wurden. Der Kameramann Karl Freund bereitete den Film mit vor, mußte ihn wegen Beinbruchs abgeben. Der Filmhistoriker Luciano Berriatúa hat fünf unterschiedliche Fassungen deutsche, je eine amerikanische und französische Version) identifiziert und 1994 für die Filmoteca Española, Madrid, ein Video hergestellt, das die Abweichungen (Titel, Takes, Kamerastandpunkte) dokumentiert. 1981 Kurz-Dokumentarfilm., Camilla Horn sieht sich als Gretchen in Murnaus Stummfilm «Faust», Regie: Hans Sachs, Hedda Rinneberg. Murnaus beide nächsten Filme, die mit großem Aufwand realisierten Bühnen-Verfilmungen TARTÜFF und FAUST, zeigen vor allem die handwerkliche Kunst seiner Schauspielerführung. Zeitgenössische Kritiker reagieren auf FAUST, der zunächst mit Zwischentiteln von Gerhart Hauptmann versehen war, zwiespältig. Der französische Regisseur und Kritiker Eric Rohmer hingegen hebt die seiner Meinung nach exemplarische «Organisation des Raums» in diesem Film hervor. Und der Filmpublizist Klaus Kreimeier weist einerseits auf die technische Virtuosität des Films hin, der wie «ein mit allen Raffinements. der Neubabelsberger Ateliers produzierter Experimentalfilm aus der Schule der nach-expressionistischen Abstraktionskunst» wirke, andererseits aber auch als ein Gegenpol der Modernität gesehen werden könne. «Romantische Nachklänge des deutschen Mittelalters wurden so, in der hochmodernen Filmfabrik von Neubabelsberg, zum Spielmaterial einer abermals romantisierenden, verklärenden Sicht auf Geschichte und Wirklichkeit: wie durch bemalte Glasplatten hindurch suchten die Augen der Architekten in der Kunst der Jahrhunderte nach einem vagen Sehnsuchtsziel und nannten es 'Mittelalter'. Die Kehrseite jener gerade in der Filmindustrie hochgezüchteten Technizität und Modernität war - Flucht vor der Moderne: ein Eskapismus, der in den ideologischen Unterströmungen der Weimarer Republik tief verwurzelt war.» (Die UfaStory, 1992). TARTÜFF und FAUST, wie DER LETZTE MANN mit großem Aufwand von der Ufa unter der Verantwortung von Erich Pommer produziert, bringen nicht den erwarteten geschäftlichen Erfolg. 1925/26 gerät die Ufa in eine Krise, Pommer tritt vor Beendigung der Dreharbeiten von FAUST als Produktionsleiter zurück. Über die Zwischentitel von FAUST kommt es zu einem offenen Streit mit Gerhart Hauptmann, der auf Betreiben des Ufa-Vorstands Verse verfaßt, gegen die der Drehbuchautor Hans Kyser Einspruch erhebt. Hauptmanns Beiträge werden aus dem Film entfernt, die Ufa läßt sie aber als Broschüre drucken und in den Kinos zur Vorführung des Films verkaufen. 1995 präsentiert der spanische Filmhistoriker Luciano Berriatúa eine Rekonstruktion der von Murnau intendierten FAUST-Fassung. Bei seinen langjährigen Recherchen in internationalen Filmarchiven kann er vier - in Einstellungen und Takes - abweichende Fassungen des Films identifizieren und in einem Video dokumentieren. Murnau gilt - neben Fritz Lang und Ernst Lubitsch als exponiertester Vertreter des deutschen Stummfilms, dem es gelingt, Einflüsse des Expressionismus - der Literatur, der Malerei und des Theaters - in seine Filme zu integrieren, zugleich aber sich von diesen zu emanzipieren und zu einer künstlerischen Selbständigkeit zu finden. «Für ihn ist mit der Kamera nicht bloß ein Menschheitstraum in Erfüllung gegangen. Auch hat die Kamera nicht nur Gemälde, Skulpturen, Architektur, die aus der Starre hinausdrängten, in Bewegung gesetzt. Die Bewegungen, die Erregungen selbst sind darstellbar geworden, die Welt wird nicht mehr gefaßt von starren Formen. Seine Filmkörper pulsieren und bewegen den Zuschauer auf unerhörte Weise, mechanisch.» (Grafe, 1979). " (Goethe-Institut)
"Murnaus "Faust"-Verfilmung kombiniert Motive des alten Volksbuchs "Historia von Doktor Johann Fausten - dem weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstler" (veröffentlicht 1587 in Frankfurt) mit Aspekten der ersten Dramatisierung des Stoffes durch Christopher Marlowe und der Gretchen-Tragödie von Goethes "Faust"-Adaption. Murnau inszeniert diese Motive zu einer visionären Bilderfolge, die ganz auf dem bewegten Spiel von Licht und Schatten aufgebaut ist. Zeitgenössische Kritiker reagierten zwiespältig auf die Verwebung der unterschiedlichen Quellen und Motive. In der heutigen Rezeption des Films werden - neben der Organisation des Raums - insbesondere die optischen Tricks und Effekte sowie der Einsatz der Requisiten betont. In der Tat zeigt der Film eine außerordentliche Virtuosität beim Einsatz der filmischen Möglichkeiten. Murnau hat sich hier schon an dem hohen technischen Standard amerikanischer Filmproduktion orientiert. Die Expressivität von Licht, Bewegung und Formen ist dennoch unverkennbar der Tradition des deutschen Stummfilms verpflichtet. "Faust" ist Murnaus letzter Film in Deutschland. Die Ufa hatte eine internationale Starbesetzung geplant. Neben Gösta Ekman und Yvette Guilbert sollte auch Lilian Gish zu sehen sein. Sie sagte ab, weil sie nur mit ihrem Kameramann drehen wollte. An ihrer Stelle spielte Camilla Horn das Gretchen und galt als große Entdeckung. "Faust" war der Auftakt ihrer Karriere. Das Drehbuch entstand nach Motiven einer alten Volkssage, den dramatischen Bearbeitungen von Johann Wolfgang von Goethe und Christopher Marlowe sowie nach dem Manuskript von Ludwig Bergers "Das verlorene Paradies". Von Murnaus "Director's Cut" waren zwar Kopien vorhanden, aber nicht als solche identifiziert. Das Ursprungsmaterial für die meisten kursierenden Fassungen stammte aus einer zweitklassigen deutsch-amerikanischen Exportversion, die im wesentlichen aus ausgemusterten Takes bestand. Der entscheidende Punkt bei der Restaurierung war die Entdeckung von Luciano Berriatua, dass Murnau bei der Herstellung der amerikanischen Originalversion nur "seine" Takes verwenden wollte und dass er dafür die deutsche Originalfassung duplizieren ließ. Damit hatte Berriatua bei dem im Bundesarchiv Berlin vorliegenden amerikanischen Negativ die Gewähr, dass es sich um die von Murnau ausgesuchten Takes handelt. Zur Feststellung der Szenenfolge der deutschen Originalfassung orientierte sich Berriatua an einer Nitrokopie des dänischen Filmarchivs. Die restaurierte Kopie enthält also im wesentlichen das Material der amerikanischen Originalfassung, geschnitten nach der Nitrokopie des dänischen Filmarchivs. Fehlende oder beschädigte Szenen wurden aus anderen Kopien ergänzt. Mit dem brillanten Bildmaterial und der neuen Schnittfassung hat der Film zu seinem verlorenen Rhythmus und zu seiner ursprünglichen Montage zurückgefunden. Die Uraufführungsmusik von Richard Heymann ist nicht erhalten. Überliefert aus der Stummfilmzeit ist nur eine Liste von Titeln empfohlener Begleitmusik, die Paul Hensel im Auftrag der Ufa zusammenstellte. Diese Liste wurde der Verleihkopie beigelegt, wobei es jedem Kino überlassen blieb, diese Titel zu spielen oder eine andere Filmmusik aufzuführen. Der Berliner Komponist Bernd Schultheis schrieb seine "Faust"-Musik, nachdem die Restaurierung des Films durch Luciano Berriatua fertiggestellt war. Die Musik ist für sinfonische Besetzung komponiert und wurde in São Paulo 1999 im Rahmen der Kunst-Biennale uraufgeführt. Die Komposition ist aus dem allegorischen Charakter der Film-Erzählung entwickelt. Bernd Schultheis baut seine Musik auf dem Spiegel-Motiv auf, das für ihn das zentrale Gestaltungsmoment im Film ist. Ein weiteres Motiv, das die Musik aufnimmt und fortführt, ist das Pendel, das Kreisen zwischen zwei Polen, das Murnau in symbolische Bilder übersetzt. Der Berliner Komponist Bernd Schultheis, geboren 1964, beschäftigt sich seit Jahren mit Stummfilm-Musik. Seine Filmmusiken werden weltweit gespielt, wie seine Komposition für "Metropolis", die seit ihrer Premiere im Jahre 2001 auf der Berlinale inzwischen mehrfach mit großen Sinfonie-Orchestern wieder aufgeführt wurde. Die Einspielung der neuen Filmmusik von Bernd Schultheis mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Frank Strobel ist eine Koproduktion von ZDF/ARTE, dem DeutschlandRadio und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin." (arte Presse)

Gribiche

Directed by:   Jacques Feyder, France - 1925
Production: Les Films Albatros - Producer: Alexandre Kamenka - Director: Jacques Feyder - Assistant Director: Charles Barrois - Henri Chomette - Scenario: Jacques Feyder - Story: Frédéric Boutet - Director of Photography: Maurice Desfassiaux - Maurice Forster - Art Director: Lazare Meerson - Cast: Françoise Rosay Mme. Edith Maranet - Georges Pionnier Box Lehrer - Soufflot Percy Brown, Ediths Bruder - Mme. Surgères Mme. Veudrot - Hubert Daix Veudrot - Victor Vina Betrunkener - Sylviane de Castillo Mondäne Dame - Major Heitner Literatur Lehrer - Alice Tissot Englisch Lehrerin - Serge Otto Diener - Armand Dufour Chauffeur - Andrée Canti Gouvernante - Jean Forest Antoine Belot, genannt Gribiche - Anne Guyon Anne Belot, Gribiches Mutter - Rolla Norman Philippe Gavary - Charles Barrois Marcelin -
Synopsis in German: Ein kleiner Arbeiterjunge wird von einer reichen amerikanischen Familie adoptiert. Trotz des Wohlstands, der ihn umgibt, vermisst der Junge sehr schnell seine natürliche Umgebung und flieht zurück zu seiner richtigen Mutter.

Nachdem der kleine Gribiche die im Kaufhaus vergessene Handtasche voller Geld an seine Besitzerin - eine reiche Amerikanerin - zurückgegeben hat, entschließt sich diese, ihn zu adoptieren. Schweren Herzens lässt ihn seine Mutter, eine Fabrikarbeiterin, ziehen. Sie hofft, ihm so eine bessere Zukunft zu bieten. Einen Vater hat der Kleine seit dem Krieg nicht mehr. Die Mutter hat in Philippe Gavary, Vorarbeiter in derselben Fabrik, einen galanten Verehrer.

Für Gribiche beginnt ein neues Leben. Madame Maranet sorgt sich um das Wohl des Jungen und er bekommt einen straffen Tagesplan, der eingehalten werden muss. Er lernt nun Mathematik und Literatur, muss merkwürdige Dinge essen und darf nicht mehr viel spielen. Eingesperrt in einem goldenen Käfig versucht Gribiche, diesem immer wieder zu entkommen, was Madame Maranet nicht gerne sieht. Als ihm sogar der Besuch seines Lieblingsvolksfestes verweigert wird, beschließt er zu fliehen. Er schreibt einen Abschiedsbrief und schleicht sich unbemerkt aus dem Haus. In einem Bistro trifft er jedoch auf zwei Angestellte von Madame Marenet und muss diesen entkommen.

Gribiche findet den Weg zu seinem Zuhause und seiner Mutter, die in der Zwischenzeit Phillippe Gavary geheiratet hat. Der sieht die Rückkehr von Gribiche mit Wohlwollen. Auch Madame Maranet hat mit dem kleinen Ausreißer ein Nachsehen, lässt ihn bei seiner Mutter leben und finanziert ihm trotz allem seine Ausbildung. (ARTE Presse)
Remarks and general Information: «Die neu restaurierte Fassung des Films wurde auf dem 28. Festival in Pordenone "Le Giornate del Cinema Muto" 2008 gemeinsam mit dem Film "Les Nouveaux Messieurs" desselben Regisseurs aufgeführt. Nach jahrelanger Recherchearbeit wurde der Film von der Cinemathèque Française restauriert. "Gribiche" ist der Erste von drei Filmen, die Feyder mit dem französischen Produzenten Albatros realisierte.

Nach seiner Militärausbildung begann Jacques Feyder 1908 im Theater zu arbeiten. Vier Jahre später war er in Filmen von Georges Méliès, Louis Feuillade, Victorin Jasset und Gaston Ravel als Statist zu sehen. Von 1912 bis 1915 war er Assistent von Ravel. Zwischen 1915 und 1917 drehte er 15 kürzere Filme für die Gaumont. Erst mit "L'Atlantide" (1921) nach einem Roman von Pierre Benoît erhielt Feyder größere Aufmerksamkeit, einem Film in dem er mit großer Kreativität die Möglichkeiten des Stummfilms nutzte.

Feyder drehte Filme für alle Schichten und klammerte keine Bevölkerungsgruppe aus seinen Geschichten aus. Er verstand es, Avantgarde und kommerzielles Kino in seinem Werk zu versöhnen. Feyder war der Ansicht, dass nur Filme mit einer nationalen Prägung wirklich international erfolgreich sein könnten. Dass nur das künstlerisch Singuläre das Interesse der Menschen auf den fünf Kontinenten wecken könnte. Dies war in der Zeit der kosmopolitischen Ansätze höchst revolutionär. Oft drehte er nach literarischen Vorlagen, da diese für ihn am besten die Menschen und die Atmosphäre der Zeit charakterisierten.

Während seiner Zeit in Hollywood hat er mit Greta Garbo ihren letzten Stummfilm "Der Kuss" (1929) realisiert sowie die deutsche und schwedische Version ihres ersten Tonfilms "Anna Christie".» (arte Presse)

Klovnen

Directed by:   A.W. Sandberg, Danmark - 1926
Production: Nordisk Films Kompagni - Director: A.W. Sandberg - Director of Photography: Chresten Jørgensen - Einar Olsen - Cast: Henry Seemann - Robert Schmidt - Holger Pedersen - Peter Nielsen - Mathilde Nielsen - Jacoba Jessen - Kate Fabian - Gösta Ekman Joe Higgins, Clown - Maurice de Féraudy Cirkusdirektør James Bunding - Karen Caspersen - Eric Bertner - Karina Bell Daisy - Philip Bech -
Remarks and general Information: «Singing clown Joe Higgins (Ekman) travels around the small towns of France with Old Bunding (Féraudy) and his circus. Joe marries Bunding’s daughter Daisy (Bell). Joe is hired by a top music-hall in Paris and becomes a great success. Soon, he spends all his time on his art, and Daisy is easy prey for an experienced seducer. Joe discovers their affair, and, distraught, allows Daisy to leave with her lover, who soon abandons her when she discovers that she is having a child. Months later, she seeks out Joe in desperation, but instead meets her father, whose sense of honour compels him to drive her away, and she drowns herself in the Seine.Years later, Joe is about to go completely to the dogs when fortune reunites him with his and Daisy’s daughter. A full-blooded melodrama, this glossy remake of one of Valdemar Psilander’s most successful films (1916; also directed by Sandberg) is a good example of the international quality films of the 1920s; it could have been made in any important film-producing country. Scenes shot on location in Paris blend seamlessly with scenes shot in Denmark. There are no national particularities here, only cinematic craftsmanship at the highest level, with superb performances from Gösta Ekman and the famous French stage actor Maurice de Féraudy, seen in the title role of Feyder’s Crainquebille (1923) at the 2005 Giornate. Klovnen is Sandberg’s best film, and was Nordisk’s biggest hit of the 1920s." – CASPER TYBJERG, Giornate del Cinema muto, Pordenone 2006

The Farmer's Wife

Directed by:   Alfred Hitchcock, Great Britain - 1928
Production: British International Pictures Ltd, London - Producer: John Maxwell - Director: Alfred Hitchcock - Scenario: Eliot Stannard - Based on : Eden Philpotts play - Director of Photography: Jack E. Cox - Cast: Jameson Thomas - Lillian Hall-Davies - Maud Gill - Louise Pounds - Olga Slade - Antonia Brough - Gordon Harker -

The First Born

Directed by:   Miles Mander, Great Britain - 1928
Production: Gainsborough Pictures - Producer: C.M. Woolf - Michael Balcon - Director: Miles Mander - Scenario: Miles Mander - Alma Reville - Based on : Miles Mander - Director of Photography: Walter Blakeley - Walter Blakely - Editor: Arthur Tavares - Art Director: C. Wilfred Arnold - Cast: Marjorie Roach Phoebe Chivers - Madeleine Carroll Madeleine, his wife - Miles Mander Sir Hugo Boycott - John Loder David, Lord Harborough - Ella Atherton Mme. Nina de Landé - Margot Armand Sylvia Finlay - Theodore Mander Stephen, the first-born - Beryl Egerton The maid - Walter Wichelow Mr. Imprett - Bernard Vaughan Butler - Ivo Dawson Derek Finlay - John St. John Dickie - Naomi Jacobs Dot -
Reviews in German: Was niemand erwarten konnte, war die visuelle Intelligenz und Raffinesse des Films. Mander und die Techniker seines Teams gruppieren und beleuchten Personen, Requisiten und Dekors mit einem wachen Auge für wirkungsvolle Gestaltung und emotionale Wirkung. Walter Blakelelys Kamera unternimmt subjektive Streifzüge. Überblendungen, Inserts und einfallsreiche Schnitttechnik verleihen Dialogen visuelle Dynamik, die allzu leicht zu einem Gewirr von Zwischentiteln geworden wären. Mander denkt stets filmisch - 1928 immer noch eine Seltenheit im britischen Spielfilm, trotz der Fortschritte von jungen Kerlen wie Hitchcock und Asquit. Im Laufe des Jahres 1929 wurde DAS WUNSCHKIND dennoch beiseite gedrängt, nicht zuletzt wohl dank Branchenkritiken, die seinen Wert als Massenunterhaltung infrage stellten. ((Vollständiger Text/ Quelle: http://www.cinetecadelfriuli.org/gcm/ed_precedenti/edizione2007/edizione2007_frameset.html) The First Born (...) Before "The First Born", Mander had only directed several DeForest Phonofilm sound shorts. Like Welles with Citizen Kane, he gave himself no place to hide: he directed, took one of the lead roles, and with Hitchcock's wife Alma Reville crafted the script from his own material, previously presented as a play (Common People) and a novel (Oasis). (...) What no-one could have expected was the film's visual wit and sophistication. (...) Another of the film's pleasures is the shading Mander gives his characters. Boycott the blackguard isn't all black: Mander makes his public charm entirely credible. Alongside, Carroll's Madeleine may appear foolish in her wifely devotion, but, warm and humane, she never comes across as a fool. (...) The First Born still displays abundant evidence of Mander's talent as an inventive filmmaker. (Geoff Brown) (Vollständiger Text/ Quelle: http://www.cinetecadelfriuli.org/gcm/ed_precedenti/edizione2007/edizione2007_frameset.html English character actor Miles Mander is one of the countless film figures whose careers never quite lived up to early promise. Mander is (slightly) remembered today for his long stint in small roles in Hollywood films of the 1930s and '40s. "The First Born" was Mander's shining moment as a writer/director/leading man, but his moment doesn't quite shine brightly enough. (...) The lead role in "The First Born" is Lady Boycott, sensitively played by the spectacularly beautiful Madeleine Carroll. She's trapped in a loveless marriage to a wealthy but cruel husband (very well-played by Mander, whose sharp features typecast him in unsympathetic roles). Lady Boycott uses her husband's wealth to help other people ... such as her manicurist, who is unmarried but has suddenly found herself pregnant. When Lady Boycott learns that her husband is a chronic philanderer who doesn't love her, she decides to adopt the manicurist's child so as to have somebody who loves her and needs her. (...) (F. Gwynplaine MacIntyre) (Vollständiger Text/ Quelle: http://www.imdb.com/title/tt0018891/#comment)
Remarks and general Information: «Alma Reville, die Ehefrau und engste Mitarbeiterin von Alfred Hitchcock, begann ihre Karriere als Cutterin und Drehbuchautorin. Das Drehbuch zu dem spannenden Ehedrama DAS WUNSCHKIND schrieb sie zusammen mit Miles Mander, einem populären englischen Schauspieler, der auch die männliche Hauptrolle spielt und Regie führt. Es geht um eine Ehefrau, die ihren Mann liebt, obwohl er sie dauernd betrügt. Als er sie verläßt, schmiedet sie den Plan, ihn mit einem Wunschkind zurückzuholen. » (Stummfilmtage Bonn)

San Francisco Silent Film Filmfestival 2013 Program

Sorry, we actually have no further information on the 2013 San Francisco Silent Film Filmfestival.