La peste à Florence

Die Pest in Florenz

Mise en scène: Otto Rippert, , Allemagne, 1919

  • Genre: Horror,
  • TV Tip:

Plakatmotiv La peste à Florence, © Decla-Bioscop AG., Berlin


Génénerique

Production Decla-Bioscop AG., Berlin
Producteur Erich Pommer
Metteur en scène Otto Rippert
Scénariste Fritz Lang
D'après Edgar Allan Poe
Directeur de la Photographie Willy Hameister
Carl Hoffmann
Emil Schünemann
Musique Emil Schünemann
Direction artistique Emil Schünemann
Franz Jaffé
Walter Reiman
Walter Röhrig
Acteurs Theodor Becker [Franziskus, Einsiedler]
Marga von Kierska [Julia, Kurtisane / Circe (Unter dem Namen Marga Kierska)]
Julietta Brandt [Die Pest]
Otto Mannstaedt [Cesare, der Machthaber von Florenz]
Otto Mannstaedt [Lorenzo, Cesares Sohn]
Karl Bernhard [Lorenzos Vertrauter]
Franz Knaak [Kardinal]
Erner Hübsch [Mönch]
Auguste Prasch-Grevenberg [Julias erste Bedienerin]
Auguste Prasch-Grevenberg [Julias Vertrauter]
Erich Bartels

Spécifications techniques
Lieux de Tournage, Atéliers: Berlin, Lixie-Ateliers und Freigelände, Berlin-Weissensee
Categorie: Long Métrage
Infos techniques: Format: 35 mm, 1:1,33 - Aspect: 1:1,33 - Noir et Blanc,, 2622 meters, 7 reels
Sonorisation: silent
Première Présentation: 23. Octobre 1919 in Berlin, Marmorhaus

Copies existants: Des Copies de ce film existent [Archiv: Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung]
Szenenphoto aus La peste à Florence, © Decla-Bioscop AG., Berlin

Sommaire (en Allemand)
Franziskus erliegt einer Kurtisane und herrscht über Florenz. Sie stirbt bei der Pest, er geht zurück in die Einsamkeit. (German Early Cinema Database)
Die Kurtisane Julia stürzt das sittenstrenge Florenz in einen Rausch der Leidenschaften: Cesare, der Herr der Stadt, verliebt sich in sie, aber sie zieht seinen Sohn Lorenzo vor. Cesare lässt Julia daraufhin foltern, und Lorenzo tötet den Vater.
In Florenz herrscht inzwischen Zügellosigkeit und Wollust. Selbst die Kirche ist dem Sinnenrausch verfallen. Der Einsiedler Franziskus mahnt zur Einkehr und Busse, aber auch er verfällt der schönen Kurtisane. Am Ende bricht die Pest aus und tötet alle. (filmportal.de)
Florenz als Sündenbabel verwandelt sich durch den Tod in einen Ort des Schreckens.

Critiques (en Allemand): Premièrenstimmung im Marmorhaus. Eine Menge, die sich drängt, erregt ist, nicht erwarten kann, daß die feierlichen Klänge der Musik anheben, daß er Vorhang aufgeht, daß die fremde Welt die Pforten öffnet, und der Alltag schweigt mit all der Not und Sorge, ohne die es heute nicht mehr gehen will.
Dunkel wird’s . . . die ersten Klänge rauschen hoch. ”Sieben Kapitel der italienischen Renaissance”, ein komprimiertes Wiederauferstehen jenes Taumels von Liebe und Haß, von Unduldsamkeit und wildem Kampfe aller gegen alle, von dem die alten Chroniken erzählen, und der, trotz aller Brutalität, immerhin ein wenig noch graziöser war als unser Kampf von heute aus dem gleichen Urgrund alles Seins, aus Haß und Hunger und Liebe. . . .
Herrliche Bilder (Baurat Jaffé zeichnet verantwortlich für die Außen-, Maler Warm für die Innenarchitektur) um den ganzen wilden Kampf: Die Piazza del Signorii mit dem schwerwuchtenden Palast, mit der luftig-zierlichen Loggia del Lanzi . . . Die Prozession der Feinde aller Schönheit zieht vorbei, der pfäffischen Pächter des Himmels. Und den Büßern begegnet die irdische Liebe: die Kurtisane aus Venedig, von Mohren getragen – Symbol der Venus und der Schönheit, die sich frei verschenkt.
Und dann rollt das Schicksal vorüber durch die sechs Kapitel, das Schicksal der Stadt, der Menschen und der Priesterin der Venus. . . . Die schöne Marga Kierska spielt so, als ob sie das hergäbe, was ihr Allereigenstes ist. Das Parkett fühlt es, denn noch ist die Tragödie nicht ausgereift, da füllt sich die Loge, in der die schöne Frau persönlich sitzt, mit kostbaren Blumen. Bescheiden wehrt sich Otto Rippert, der vielleicht Verdienstvollste des Abends, vor der von der Menge gewünschten Ovation. Freunde ziehen ihn ”ans Tageslicht”, neben die Kierska und die andern. Und nun wird der Beifall Sturm.
Einem Chargenspieler noch möchte man ganz besonderen Dank sagen, Erner Hübsch, der ein ergebenes, verschlagen eifriges, unheimlich komisches Pfäfflein auf zwei Beine gestellt hat, das einfach unübertrefflich ist. Man wird von Hübsch sicher noch bald anderes sehen, sehr zum Besten des deutschen Films. –
Man hat, wenn man wieder auf die Straße tritt, das Bewußtsein: es war, alles in allem genommen, ein starker Publikums-Erfolg, war ein Stück weiter auf dem raschen Weg empor, den die deutsche Filmkunst jetzt angetreten hat. (Fgd. (= Karl Figdor), Erste Internationale Film-Zeitung, Nr. 42, 25.10.1919)

Pest in Florenz - Endlich ist der seit langem in Wort und Bild angekündigte Declafilm der Öffentlichkeit vorgeführt worden. Der Uraufführungsabend im Marmorhaus wurde ein Ereignis. Aufs neue bewies hier die deutsche Filmindustrie, daß sie gesonnen ist, mit allen Kräften den Wettkampf gegen das Ausland aufzunehmen, und daß ihre Chancen durchaus gut sind. Der vom Autor Fritz Lang in sieben Kapitel eingeteilte Film führt uns in abwechslungsreichen, stimmungsvollen Szenen nach Florenz zur Zeit der Renaissance. Stilechte, bis ins Kleinste der Zeit entsprechende Kostüme, buntbewegte Festszenen, groß angelegte Massenbilder, dramatische Geschehnisse fesseln von Anfang bis zu Ende das Auge und beweisen wieder einmal das vorzügliche Organisationstalent, den hochentwickelten Kunstsinn des Regisseurs Otto Rippert. Ein riesiges Heer wohldisziplinierter Komparsen stellt unter seiner zielbewußten, energischen Leitung Massenszenen, denen gegenüber man fast vergißt, hier Theater zu sehen – wie lebendigste Wahrheit muten die Bilder, die sich vor uns in geschickter Gliederung abrollen, an. (...)

Besonders reizvolle Bilder bieten die Florentiner Prozessionen, das glänzende Gartenfest bei der Kurtisane, die Palazzi und die Eremitage des Franziskus. Blendende, technisch vollendete Photographien erhöhen die Bildwirkung. Herr Kunstmaler Warm und Baurat Jaffé, die in unermüdlicher Zusammenarbeit Architektur und Interieurs schufen, verdienen ein Wort besonderer Anerkennung.
Im Ganzen also: in bezug auf Inhalt, Ausstattung und Regie ein vollkommen gelungenes Werk, eine Augenweide fürs Publikum, das auch mit lautem Beifall nicht kargt. – –
Marga Kierska, eine neue Filmkünstlerin, spielt die Hauptrolle. Sie weiß sich bildwirksam zu geben, hat einen schönen Körperbau und viel angeborenes Temperament aufzuweisen, was ihr in ihrer Kurtisanenrolle sehr zu statten kommt. Theodor Becker und Anders Wikmann sind ihr ganz angenehme Partner – wenngleich sie die ihren Rollen zu gedachte Wirkung nicht gänzlich auszulösen vermochten. In kleineren Rollen fielen durch wirkungsvolles Spiel und gute Mimik Otto Mannstedt und Julietta Brandt angenehm auf.
Hoffen wir, daß der Film auch in anderen Lichtspielhäusern mit demselben Erfolge läuft, ist er doch (wie bereits anfangs gesagt) in seiner amerikanisch angelegten Art ein lebendiges Zeugnis für die Leistungsfähigkeit unserer Industrie, die mit derartigen Erzeugnissen den Weltmarkt wahrlich nicht zu fürchten braucht. (Erich Effler, Der Film, Nr. 44, 2.11.1919) (Kritiken zitiert nach www.filmportal.de)

General Information

La peste à Florence is a motion picture produced in the year 1919 as a Allemagne production. The Film was directed by Otto Rippert, with Theodor Becker, Marga von Kierska, Julietta Brandt, Otto Mannstaedt, , in the leading parts.



Bibliographie - Illustrierter Filmkurier Vol. 1 No. 4
- Gerhard Lamprecht, Deutsche Stummfilme 1919, pg. 246
- Filmtechnik No. 14, 1919
- Filmtechnik No. 19, 1919
- Erste Internationale Kinematographenzeitschrift No. 41, 1919
- Erste Internationale Kinematographenzeitschrift No. 42, 1919
- Film No. 44, 1919
- lebende Bild (lb) No. 5, 1919
- Filmkunst/Haase No. 7, 1919
- Filmkurier No. 96, 1919
- Film-Magazin
- Rhein. Filmkunstbühne No. 2, 1919
- Erste Internationale Kinematographenzeitschrift No. 40, 1919
- Erste Internationale Kinematographenzeitschrift No. 41, 1919
- Erste Internationale Kinematographenzeitschrift No. 42, 1919
- Filmkunst/Haase No. 6, 1919
- Rhein. Filmkunstbühne No. 1, 1920
- Film No. 45, 1919
- Kinematograph No. 672, 1919
- lebende Bild (lb) No. 8, 1919
- Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme. München 1980 (München) No. 288, 1919
- Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme. München 1980 (München) No. 464, 1919
- Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme. München 1980 (München) No. 564, 1919
- Verzeichnis in Deutschland gelaufener Filme. München 1980 (München) No. 568, 1920

References in Databases
Filmportal.de 30057
The German Early Cinema Database Nr. 31467
IMDb - International Movie Data Base Nr. tt0010559
KinoTV Database Nr. 1477
Polski Film Web Nr. 113295

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:

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