Die Frau im Mond

Rendező: Fritz Lang, , Németország, 1929

    Plakatmotiv Die Frau im Mond, © Lang Film, Universum-Film AG (UFA), Berlin

    Stills and posters © Lang Film, Universum-Film AG (UFA), Berlin
    arte - Sunday, 13. 01, 2019, 23:55 Uhr


    Színész és a csapat

    Gyártó Fritz Lang Film
    Universum-Film AG (UFA), Berlin
    Producer Fritz Lang
    Rendező Fritz Lang
    Forgatókönyv Fritz Lang
    Thea von Harbou
    Operatőr Oskar Fischinger
    Otto Kanturek
    Zeneszerző Willy Schmidt-Gentner
    Látványtervező Emil Hasler
    Otto Hunte
    Karl Vollbrecht
    Színész Gerda Maurus [Astronomiestudentin Friede Velten]
    Willy Fritsch [Wolf Helius]
    Klaus Pohl [Prof. Georg Manfeldt]
    Gustav von Wangenheim [Ingenieur Hans Windegger]
    Fritz Rasp
    Gustl Stark-Gstettenbaur [Gustav]
    Gerhard Dammann [Werkmeister der Helius-Flugwerften]
    Tilla Durieux [Gehirn und Scheckbuch]
    Heinrich Gotho [Mieter vom 2. Stock]
    Julius E. Herrmann
    Margarete Kupfer [Helius' Haushälterin Hippolt]
    Alfred Loretto [Eindeutige Existenz]
    Max Maximilian [Helius' Chauffeur Grotjan]
    Edgar Pauly [Eindeutige Existenz]
    Karl Platen [Mann am Mikrofon]
    Mahmud Terja-Bey [Gehirn und Scheckbuch]
    Hermann Vallentin [Gehirn und Scheckbuch]
    Alexa von Porembsky [Veilchenverkäuferin]
    Max Zilzer [Gehirn und Scheckbuch]

    Technikai információk
    Technikai információk Formátum: 35 mm - fekete-fehér film,Lenght: 169 minutes, 4365 méter, 11 cselekmények
    Hangrendszer: silent
    Bemutató: 15. október 1929 in Berlin, UFA-Palast am Zoo
    Első cenzúra: Berlin 25. szeptember 1929 No B.23564 Határozat: JF
    Szenenphoto aus Die Frau im Mond, © Lang Film, Universum-Film AG (UFA), Berlin

    Szinopszis (német)
    Der Mondexperte Professor Georg Manfeldt ist sich sicher: Auf dem Mond gibt es nicht nur Wasser und Sauerstoff, sondern auch jede Menge Gold. Doch von seinen Kollegen wird er nur belächelt. Sein grösster Traum ist es, eine Mondexpedition durchführen, um endlich seine Theorie beweisen zu können. Der Raumfahrtingenieur Wolf Helius teilt Manfeldts Traum. Er arbeitet bereits auf vollen Touren mit dem Ingenieur Windegger und dessen Verlobten, der Astronomiestudentin Friede, an einem imposanten Raketenraumschiff für die erste Fahrt zum Mond. Als Manfeldt und seine zwei Gefährten, die beide in Friede verliebt sind, endlich zum Mond aufbrechen, schleicht sich nicht nur der kleine Gustav als blinder Passagier an Bord. Auch ein Agent des Finanzsyndikats, das die Goldwirtschaft der Erde kontrolliert, erpresst seinen Mitflug. Nach der Landung bewahrheitet sich Manfeldts Theorie - mit dem Ergebnis, dass ein tödlicher Kampf um das Gold ausbricht. Als dabei das Raumschiff beschädigt und der Sauerstoff für die Rückfahrt knapp wird, muss Friede eine folgenschwere Entscheidung treffen... (arte Presse)

    Szenenphoto aus Die Frau im Mond, © Lang Film, Universum-Film AG (UFA), Berlin
    Vélemények (német): Frau im Mond


    Der alte stumme Film hat einen großen unbestrittenen Sieg errungen. Die "Frau im Mond" steht begründet in der deutschen Filmgeschichte in der vordersten Reihe und wird ohne jede Frage, was an dieser Stelle vielleicht am stärksten zu betonen ist, sich in die Reihe der Kassenrekorde, in die Reihe der Millionenfilme rücken.

    Es ist ein echter Fritz-Lang-Film. Eine wundervolle Mischung von Phantasie, technischer Vollendung und starker Dramatik. Ein Stück Detektiv-Film, Geschichte einer großen, reifen und ernsten Liebe, Realisierung eines der kühnsten Träume der ernsten Forscher.

    Wäre dieser Film vor zehn oder fünfzehn Jahren erschienen, hätte man gelächelt, hätte die Fahrt nach dem Mond vielleicht so beurteilt wie die Zeitgenossen Jules Vernes seine Romane.

    Aber heute haben wir darüber anders denken gelernt. Wir sehen und hören in die Ferne.

    Ernste Männer der Wissenschaft halten es für möglich, daß in zwei, drei Jahren tatsächlich, von Raketenkraft getrieben, Menschen zum Mond aufsteigen, um zu forschen, um zu berichten.

    Dieser Professor Georg Manfeldt, von Klaus Pohl vielleicht mit etwas Übertreibung dargestellt, wird heute nicht mehr verlacht, findet heute nicht Hohn, sondern Unterstützung.

    Genau so wie die Ufa diesem grandiosen Spiel nun das ernste wissenschaftliche Experiment folgen läßt, das eine Rakete mit Registrierapparaten demnächst wenigstens 50 Kilometer in die Höhe rasen läßt.

    Aber nicht die Idee, die in diesem Film wohnt, nimmt allein gefangen, man steht bewundernd und erschüttert vor einer hohen Leistung kinematographischer Technik, vor einer unerhörten, überraschenden Vollendung der Illusionstechnik, vor Höhenleistungen der Kamerakunst und vor einer vollendeten Zusammenarbeit zwischen Arbeit und Wissenschaft.

    (...) Man bedauert seit langem das erstemal nicht, daß Millionen in ein Filmwerk gesteckt wurden.

    Weil hier wirklich ein Standardwerk vor uns abrollt, das erneut in der Welt verkündet, daß wir im Film ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben.

    Ein Standardwerk, das außerdem verkündet, daß der stumme Film noch lange nicht tot ist. Daß es Dinge zwischen Western und Tobis gibt, von denen sich die Electro-Trustleute nichts träumen lassen wollen.

    Eine kleine, wichtige filmhistorische Feststellung. Der Rundfunk überträgt zum erstenmal eine große Premiere.

    Erst Schilderung des grandiosen Bildes vor dem Theater. Kurze Skizzierung der ausgezeichneten Außenausstattung, die Rudi Feld entwarf. Dann ein Stimmungsbild von dem eleganten Publikum, das die weiten Hallen füllt.

    Kurz vor dem Anfang Interviews mit Fritz Lang, Thea von Harbou, Willi Fritsch und Gerda Maurus, ähnlich wie damals bei Henny Porten.

    Die Schauspieler wissen nicht viel zu sagen. Sind reichlich nervös und aufgeregt oder tun wenigstens so.

    Dann ein Blick aus der Prominentenloge in den großen gefüllten Saal und schließlich Übermittlung der einleitenden Musik, die Schmidt-Gentner zusammenstellte und dirigierte. (...) Kinematograph, Nr. 242, 16.10.1929
    Szenenphoto aus Die Frau im Mond, © Lang Film, Universum-Film AG (UFA), Berlin

    Jegyzet (német): "Ein Science-Fiction-Abenteuer, das nicht zufällig in der historischen Nachbarschaft zu METROPOLIS seinen Ort hat: Hier wird das technische Grossprojekt selbst zum Thema, und die Interessen bündeln sich in einem Unternehmen, bei dem sich Konkurrenz verbietet - es müssen also die verschiedenen Fraktionen in eine Raketenbesatzung integriert werden. Das führt zu komplizierten Manipulationen, wie Thomas Elaesser beschreibt: „In DIE FRAU IM MOND etwa instrumentalisiert der Bösewicht (gespielt von Fritz Rasp) für seine Pläne die Ambition des Wissenschaftlers, der erste Mann auf dem Mond zu sein; der Wissenschaftler beutet seinerseits das Unglück von Helius aus, der auf die Loyalität und das Pflichtgefühl von Friede angewiesen ist, die sich wiederum auf die Eifersucht ihres Verlobten verlassen kann: Das Leitmotiv hinter der Reise zum Mond wird somit zu einer Verschachtelung verschiedener Motivationen, von denen jede Einzelne bis zu einem Punkt verdinglicht ist, an dem sie als kalkulierbare Variante in der technisch-technologischen Operation der Mondlandung berechenbar wird. Die menschlichen Akteure werden zu reinen Prothesen der Apparatur, nur hängt ihnen ein gewisser Risikofaktor an, der für den Zuschauer Spannung erzeugt, den die überlegene Macht des Bösewichts jedoch lediglich wie eine logistische oder technische Aufgabenstellung zu verwalten hat." Elsaesser nennt diese Struktur „zynisches Plotting", es trainiert das Publikum in seiner „Flexibilität von Wissen und Glauben", um „gleichzeitig mit sich widersprechenden Hypothesen jonglieren zu können". In der Figur des Jungen, der sich als blinder Passagier in die Rakete schmuggelt und sich dort als Experte aus dem Geist der zeitgenössischen Trivialliteratur zu erkennen gibt, kommt aber auch eine gegenläufige Bewegung zum Tragen: Sie unterliegt jedoch am Ende, wenn der Junge zu einem kleinen Ingenieur geworden ist, und die mythologischen Anteile der Mondbegeisterung völlig verloren gegangen sind. Lang arbeitet mit Skizzen und Diagrammen, die Startvorbereitungen sind eine grosse Liturgie des technischen Zeitalters, der das Publikum von einer Empore in grosser Entfernung aus zusieht. Die Mondexpedition wird von einer imaginären Globalgesellschaft getragen, deren gemeinsamer Nenner das Unternehmerische an sich ist: Wissenschaft und Wirtschaft integrieren sich zu einer Welttechnik, die am Ende das Liebespaar aus ihrer Ordnung verdrängt, den Jungen aber zu einem Pfadfinder der neuen Zeit macht. Und Lang hat ein Ende, wie er es schätzt: Die Liebe erfüllt sich im Tod. " (Filmarchiv Austria)

    Hintergrundinformationen:
    Viele der utopischen Vorstellungen dieses fantastischen Abenteuerfilms mögen heute naiv erscheinen. Zugleich verblüfft Fritz Langs Film "Frau im Mond" (1929) durch seinen Ideenreichtum, durch die wissenschaftlich fundierte Darstellung der Mondlandschaft und der technischen Details von Start, Flug und Landung der Weltraumrakete. Das liegt nicht zuletzt an der engen Zusammenarbeit der Filmemacher mit ihrem technischen Berater und Pionier der Raketenforschung Professor Hermann Oberth. Am Drehort des Films, den Filmstudios Babelsberg, wurden Unmengen von Sand für die Darstellung einer möglichst realistischen Mondlandschaft aufgeschüttet und eine imposante Mondrakete erbaut. Quasi im Vorbeigehen erfand Lang bei seinen Dreharbeiten den Countdown: "Als ich das Abheben der Rakete drehte, sagte ich mir: Wenn ich eins, zwei, drei, vier zehn, fünfzig, hundert zähle, weiss das Publikum nicht, wann die Rakete losgeht. Aber wenn ich rückwärts zähle, zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins, null! - dann verstehen sie."
    Der Film "Frau im Mond" (1929) gilt als einer der letzten grossen Stummfilme der deutschen Filmgeschichte. Seine Aufführung fällt bereits in die Phase der ersten Tonfilme während der Jahre 1929 und 1930, als die meisten Kinos technisch auf den neuen Standard umgestellt werden. Der Film basiert auf einer Romanvorlage von Thea von Harbou, die von 1922 bis 1934 mit Fritz Lang verheiratet ist und Drehbücher für mehrere seiner Filme schreibt. Mit Stummfilm-Epen wie "Dr. Mabuse - Der Spieler" (1922), "Die Nibelungen" (1924) oder "Frau im Mond" (1929) setzt Lang während seiner Schaffenszeit als Stummfilmregisseur neue ästhetische und technische Massstäbe. Seine Filme erzählen meist utopische und fantastische Geschichten in expressiv düsterer Atmosphäre. (ARTE Presse)

    “Quattro uomini, una donna e un bambino: un piccolo gruppo di persone unite dal fato. Viaggiando in un veicolo mai visto, la nave spaziale, verso un luogo mai toccato, la solitudine infinita della luna, rimangono tuttavia legati ai propri destini, alle leggi del loro sangue, delle loro passioni, alla felicità e alla tragedia. Esprimere questo era il mio sogno.” (Fritz Lang).

    Die Frau im Mond is a motion picture produced in the year 1929 as a Németország production. The Film was directed by Fritz Lang, with Gerda Maurus, Willy Fritsch, Klaus Pohl, Gustav von Wangenheim, Gustl Stark-Gstettenbaur, in the leading parts. The movie had its first screening on Oktober 15, 1929 in Berlin, UFA-Palast am Zoo.

    Szenenphoto aus Die Frau im Mond, © Lang Film, Universum-Film AG (UFA), Berlin


    Irodalom Kinematograph, Nr. 242, 16.10.1929
    Berliner Börsen-Courier, Nr. 69, 10.2.1929
    Reichsfilmblatt, Nr. 41, 12.10.1929
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 240, 14.10.2004

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

    Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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